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Die Falschen

An das Gute glauben? Nicht immer ganz einfach, aber irgendwie doch der richtigere Weg!? An das Gute glauben. Das Gute unterstützen. Jawohl.

Als mein sehr geschätzter Kollege Uwe und ich uns Ende 2014 eher zufällig über Protonet ausgetauscht haben, waren wir uns der heutigen Reichweite in unseren dienstlichen Bezügen nicht wirklich bewusst. Inzwischen betreibt die Evangelische Jugend Oldenburg seit Anfang 2016 das Projekt ejoPRO mit 340 aktiven Nutzer*innen und auch „das Landesjugendpfarramt Oldenburg nutzt seit Anfang 2015 für die Zusammenarbeit mit allen Kolleg*innen in der Jugendarbeit der oldenburgischen Kirche Protonet.“ (via) Auch ich habe einen Server von Protonet Zuhause.

Wir setzen auf Protonet aus ganz pragmatischen Gründen:

  • Datenhoheit
  • Datensicherheit
  • Zusammenarbeit

Aber wir setzen bei unseren Projekten auch aus ganz ideellen Werten auf Protonet:

  • keine billigen Server, die von kleinen Chinesenkinderhänden zusammengebaut wurden
  • keine scheiße bezahlten Programmierer in Indien
  • made in Germany
  • der soziale Gedanken des Unternehmens

Und jetzt?

Jetzt steht Protonet im Rampenlicht. Nicht aus Erfolgsgründen. Vielmehr weil die Keule der Marktwirtschaft zugeschlagen hat. Geiz ist geil? Dienstleistungen dürfen nichts kosten? Wir bezahlen lieber mit unseren Daten? Bio essen. Faire Klamotten tragen. Aber bei unseren Daten schauen wir weg. Facebook, Dropbox und all diese Angebote sind ja gratis!? Nein.

Die Nachricht um den Insolvenzantrag von Protonet macht mich traurig. Nicht weil wir vielleicht auf das falsche Pferd gesetzt haben und uns eventuell umorientieren müssen. Sie macht mich traurig, weil wieder die Falschen gewinnen.

Es ist der Beitrag von Georg Möller, der es auf den Punkt bringt:

1 Kommentar

  1. Hallo Lucas,

    Du kommst zu einer falschen Einschätzung.

    Für die Pleite von Protonet ist nicht die böse Marktwirtschaft oder die „Geiz ist Geil“ Mentalität Schuld. Es war auch nicht Donald Trump, der aktuell für alles verantwortlich gemacht wird.

    Der Grund kommt tausendfach auf der Welt vor:
    Die Gründer hatten nicht den notwendigen Sachverstand und waren überfordert!

    Wer eine Vision hat und ein Unternehmen gründet ist deswegen nicht automatisch jemand der klug genug ist es auch zu führen. Viele Menschen können mit Geld nicht umgehen und sind überfordert. Hier war es leider genauso.

    Ali & Co. haben bei Kleininvestoren Geld eingesammelt und haben Teile davon bei Spaßveranstaltungen verprasst. Es wurde Geld für das Sponsoring des FC St Pauli ausgegeben, dort in der VIP-Lounge Party gemacht und die Fotos davon auf der Protonet-Facebookseite veröffentlicht.

    Man war sich bei dieser Firma keiner Schuld bewusst! Es wurde ja nicht das eigene Geld ausgegeben sondern das Geld fremder Leute! Auch die Kleininvestoren wurden durch eine umstrittene Auslegung von Vertragsklauseln im April 2016 enteignet. Der Ruf dieser Firma hat folglich in informierten Kreisen sehr gelitten.

    Man wusste das Protonet nach diesen sündigen Verfehlungen wie Sodom und Gomorra untergehen würde, und so ist es passiert!

    Die Idee von Protonet war gut, aber die Geschäftsleitung ist war überfordert und der Sünde verfallen! So hatte diese Firma keine Zukunft!

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