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Digitaler Opa … nicht schlimm, aber irgendwie realistisch

Ich wurde im Jahr 1986 geboren. Meinen ersten Computer (mit 16 MHz) habe ich mir irgendwie Ende der 90er gekauft. Von meinem Konfirmationsgeld gab es Anfang der 2000er einen 400 MHz Rechner mit ner 17″ Röhre. Mein erstes Handy habe ich irgendwie mit 15/16 Jahren bekommen. Dann relativ schnell zu so nem Palm (irgendwie ein Vorgänger von Smartphones) und von da an bin ich technisch immer mit der Zeit gegangen.

Jetzt grad sitze ich vor meinem iPad und formuliere diesen Blogbeitrag. Nebenbei checke ich Nachrichten in diversen Kanälen und denke über meine erste re:publica nach, die ich in diesen Tagen erlebe.

Mein Ist-Zustand

Ich würde mich tatsächlich irgendwie als zeitgemäß beschreiben. Weiß Facebook irgendwie einzuschätzen, nutze Live Videos, twittere dann und wann und auch Snapchat ist kein unbekanntes Medium für mich. Arbeiten tue ich in der Jugendarbeit als Fundraiser und da gehört es doch auch irgendwie dazu am Nabel der Zeit zu sein – Jugendarbeit ohne Smartphone? Passt irgendwie nicht in die Zeit.

Und trotzdem fühle ich mich in diesen Tagen nicht wie ein digitaler Ureinwohner, sondern eher ein bisschen wie ein digitaler Opa – ein moderner Opa, aber irgendwie dennoch Opa. Natürlich nur im übertragenen Sinn. 🙂

Digitaler Opa?

Weil ich nach und nach merke, dass es doch schwierig ist den neuen Trends hinterherzukommen. Und nein, darum finde ich Trends nicht doof sondern vielmehr spannend und wichtig. Weiterentwicklung ist ein Muss. Und Innovation gehört zum Leben dazu wie trinken und essen.

Was ich mir wünsche?

Ich wünsche mir, dass wir alle der jungen Generation Worte und Räume gönnen. Dass wir auf sie hören und sie ernst nehmen. Dass wir neue Dinge nicht verteufeln oder vorverurteilen. Sondern dass wir sie uns ansehen und uns unser eigenes Urteil bilden. Dass wir nicht immer meinen, dass unsere eigene Meinung die Richtige ist.

Und dass wir alten Säcke nicht immer meinen, dass wir im Bezug auf Medien die (einzigen) Fachleute sind. Die wirklichen Fachleute sind doch viel jünger als wir. Das ist nicht schlecht und auch nicht generell so zu betrachten, aber den Blick schärfen sollte man trotzdem.

Achja: Und wie wäre es mal mit einem Blick auf Chancen bei neuen Projekten und Möglichkeiten? Ist doch besser als gleich mögliche Einschränkungen und Nachteile zu suchen!?

#einfachmalmachen

Ein Gedanke von der re:puplica von heute noch:

3 Kommentare

  1. Mir geht es ähnlich wie dir! Ich bin zwar noch ein paar Jahre jünger aber trotzdem fühle ich mich manchmal schon für manche Dinge im digitalen Zeitalter zu alt und sehe, dass es meinem jungen Neffen deutlich leichter fällt!

    LG Marco

  2. Sehr anregende Worte sehrtoll.
    Ja es ist tatsächlich so das wir in einer Zeit Leben in der sich alles ziemlich schnell entwickelt, manchmal hab ich schon das Gefühl das sich alles zu schnell bewegt.
    Mittlerweile seh ich es so das sich dadurch auch neue Möglichkeiten bieten die auch sehr viele Vorteile mit sich bringen.
    Ich würde mir trotzdem Wünschen das unsere Generation mit Werten aufwächst und sich Respektiert, weil heut zu Tage wird genau das ein wenig vernachläsigt.

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