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Update: ffn will 50.000 Euro von einem gemeinnützigen Verein

Auch wenn ich mich nicht 100%-ig in der Geschichte zwischen dem Freifeld Festival und dem Radiosender ffn auskenne, möchte ich dennoch an dieser Stelle einmal meinen Senf zu der gesamten Geschichte geben.

Worum geht es eigentlich?

In Oldenburg hat das Freifeld Festival stattgefunden. Eine Beschreibung zum Festival findet man im folgenden Wortlaut auf der Webseite von Freifeld:

Das Freifeld Festival steht für drei Tage kreativen Überfluss an einem besonderen Ort, der alten Militärkaserne in Donnerschwee, mitten im Herzen Oldenburgs. Vom 23. bis 25. August 2013 ist Freifeld ist dort eine elektrisierende Mischung aus Musik, Film, Theater, Literatur, Workshops, Ausstellung und Club. Euch erwarten Konzerte bekannter Bands und junger Nachwuchskünstler*innen, Lesungen und Poetry Slams, Filme, Theater, Installationen, Workshops und der nächtliche Freifeld Club.

Freifeld vernetzt die lokale Kulturszene mit der überregionalen, gibt Anstöße und kennt kein Konkurrenzdenken. Bei uns seid ihr nicht nur Konsument*innen – ihr könnt selbst kreativ werden und mitgestalten. In Workshops und überall auf dem Gelände. Das Festival soll einen Freiraum schaffen – frei für verrückte Ideen, spannende Entwicklungen, konstruktives Miteinander und leidenschaftlich gelebte Kunst. Jeder Raum auf dem Gelände ist eine Entdeckungsreise, Ausstellungen und Illustrationen pflastern das Gelände, zwischen rissigem Asphalt und blinden Fenstern laden Workshops und Musikinstallationen zum Mitmachen ein.

Das Freifeld Festival richtet sich an alle, die Lust haben, sich künstlerisch oder kulturell auszuleben, die gerne gute Musik hören, vielfältige Kunst sehen, aufregende Performance erleben oder sich auch einfach nur treiben lassen möchten. Kurz: an dich, deine Freunde, deinen Chef und auch die Nachbarin von gegenüber.

Organisiert wurde das Festival vom Freifeld e.V., einem gemeinnützigen Verein zur Förderung von Kunst und Kultur in Oldenburg. Das Team besteht aus jungen Kulturschaffenden aus der unterschiedlichen Bereichen der Kreativbranche, die alle miteinander ehrenamtlich an dem Projekt arbeiten.

Natürlich benötigt es für ein solches Festival auch ein Logo. Und genau bei dem Logo ist es jetzt zu Unstimmigkeiten mit dem Radiosender ffn gekommen. Eine Erklärung Seitens Freifeld lautet wie folgt:

Der Radiosender ffn ist so sehr davon überzeugt, dass unser Logo mit den zwei ff’s und der blauen Ecke seine Markenrechte verletzt, dass der Sender einen Rechtsanwalt mit einer Unterlassungserklärung beauftragt hat. Da der Streitwert von Seiten ffn auf 50.000 Euro festgelegt wurde, sehen wir uns gezwungen, unser Logo zu ändern und die Unterlassenserklärung modifiziert zu unterschreiben. Wir wollen das Freifeld Festival und seine Arbeit nicht durch einen kostspieligen Rechtsstreit mit einem Unternehmen gefährden, dass uns das Schreiben auch noch exakt einen Tag vor Festivalbeginn zustellt.

Zu den beiden Logos

freifeld oldenburg und ffn

Auf den beiden nebeneinander gestellten Logos ist durchaus zu erkennen, dass beide Logos ein „ff“ enthalten. Es ist aber auch zu erkennen, dass es sonst tatsächlich wenige bis keine Ähnlichkeiten zwischen den beiden Logos gibt. Nicht einmal die Position von den Buchstaben ist die gleiche, auch die Schriftart ist unterschiedlich. Aber trotzdem, ein wenig Ähnlichkeit ist vielleicht tatsächlich vorhanden.

Meine Kenntnisse zur Vorgeschichte

Lars von Freifeld hatte im Juli bei ffn (Link nicht mehr verfügbar) vom Crowdfunding erzählt hat. Dementsprechend war das Logo von Freifeld sicher an unterschiedlichen Stellen im Sender bekannt.

Was hätte ffn meiner Meinung nach tun sollen?

In meinen Augen wäre es auf Grund der Vorgeschichte ein Leichtes gewesen, sich schon damals bei den Initiatoren vom Freifeld Festival persönlich und direkt zu melden, da dort ein direkter Kontakt bestanden haben muss. Man hätte also einfach mal miteinander sprechen können. Dann wäre man sicherlich zu einer Lösung gekommen.

Aber eine Unterlassungserklärung und einen Streitwert von 50.000 Euro an einen gemeinnützigen Verein zu schicken geht in meinen Augen so gar nicht! Schon gar nicht so kurz vor dem Festival, wenn im Juli doch seitens des Senders sogar für das Festival geworben wurde.

Und nun?

Nun muss ffn mit den Kommentaren auf der Facebook-Seite leben und vielleicht auch mit dem Ausbleiben einiger Hörer. Weiter ist ffn sicherlich in der kommenden Zeit erstmal kein gutes Thema in Oldenburg und umzu. Bei einem Shitstorm lässt sich das aber nicht so richtig vermeiden. Da hätte nur von Anfang an ein anderer Weg geholfen oder einfach mal zu denken bevor man handelt.

Ich bin gespannt ob und wie ffn darauf reagieren wird.

Was sagt ihr zu der Geschichte? Normaler und verständlicher Weg oder absolutes NoGo.

Update:

Radio ffn: Freifeld muss nicht zahlen

Autor

1986. Friese. Nordseekind. ejo. Oldenburg. Ehrenamt. Kirche. Protonet. Öffentlichkeitsarbeit. Fundraising. Internet.

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