(digitale)Kirche Technik

Nehmt den jungen Menschen die Smartphones weg – nicht

Ich bekomme regelmäßig so ein Zucken, wenn die einfachste Lösung zu sein scheint Menschen etwas abzunehmen was andere Menschen stört. Häufig ist die Sprache von Smartphones oder Handys – Technikzeugs eben.

„Früher … “ – och ne

„Früher hatten wir sowas auch nicht.“ „Früher haben wir uns auch ohne beschäftigt.“ „Die daddeln doch nur rum.“ „Im KonfiCamp braucht man kein WLAN.“ … ich könnte noch ewig weitermachen … bringen würde es nichts. Es gibt so Dinge auf der Welt die uns und unsere Art zu kommunizieren oder zu leben verändern. Denken wir an die Erfindung der Dampfmaschine, des Buchdrucks, des Autos oder oder oder …

Smartphones sind Alltag

Den Menschen etwas wegzunehmen, was in den Alltag gehört und somit auch zum Leben!? In meinen Augen mehr als blödsinnig. Vielmehr müssen wir doch lernen mit Veränderungen umzugehen – das Smartphone ist eine solche Veränderung.
Wir sollten den Umgang damit lernen und lehren. Wegnehmen ist keine Lösung. Es ist der verzweifelte Versuch etwas zu verdrängen was nicht mehr weggeht.

Ich nehme doch abends auch niemandem sein Buch weg!? Ich sage doch vielmehr, dass er nicht zu lange lesen soll damit er noch genug Schlaf bekommt. Ich spreche über die Art der Bücher, stelle aber niemals in den Raum ob lesen richtig oder falsch ist (zumindest kenne ich glücklicherweise niemanden der das tut).

Jungen Menschen (und ja, über das Alter können wir streiten) grundlos und undurchdacht den Umgang mit Smartphones zu verbieten ist in meinen Augen einfach falsch und weltfremd. Es muss darum gehen, dass wir in Dialoge treten. Dialoge über Nutzung, Chancen, Gefahren, Probleme und Konsequenzen. Aber ein genereller Verschluss gegenüber diesen (schon lange nicht mehr „neuen“) Medien passt nicht in die Zeit.

Mehr Medienbildung – aber nicht erst seit gestern

Wir brauchen „Medienbildung“ schon in frühen Tagen unseres Bildungsapparates. Aber das ehrlich gesagt auch nicht erst seit diese verdammten Smartphones uns alle verblöden lassen (und nein, das mit dem verdammten Smartphones und verblöden meine ich natürlich nicht so!).

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