Tag 10: Der beste Trip meines Lebens

Fehmarn. Hamburg. London. Harz. Paris. Carcassonne. Haderslev, Helgoland. München. Dresden. Das sind alles schöne Reiseziele an denen ich schon war. Es sind nicht die einzigen Ziele, aber diese sind mir gerade durch den Kopf gegeistert. Thorsten fragt im Rahmen der #30TageChallenge nach dem besten Trip meines Lebens – seiner war 2014 nach Österreich. Andere Teilnehmende der Challenge haben den 10. Tag auch schon verbloggt. So hofft Jens, dass er den Trip seines Lebens noch vor sich hat und Andreas ist unsicher, bis er beim Segeltrip an der Costa Brava ankommt.

Mir geht es da ein bisschen ähnlich. Ich bin unsicher. Habe ich den Trip meines Lebens schon erlebt oder liegt er noch vor mir? Vielleicht ändere ich den Titel für mich ein wenig ab: Der beste Trip meines bisherigen Lebens oder sowas in der Art. Damit kann ich arbeiten und zurückschauen. Leichter macht es die ganze Geschichte dann aber doch nicht.

Die Zeit mit der ejo

Mit der Evangelischen Jugend Oldenburg (ejo) war ich schon zweimal auf so bekloppten Wochenendtrips. Freitagabend in den Bus und auf gehts. Einmal nach Paris und einmal nach London. Jeweils mit dem Ziel am Samstagmorgen anzukommen, die Stadt zu erleben und kennen zu lernen, damit es dann am Samstagabend zurück nach Hause ging. Krass, anstrengend, interessant, erlebnisreich und grandios. Als ich noch jünger war ging das … ne im Ernst, das würde heute auch noch gehen 🙂

Dazu kamen in dieser Zeit viele weitere total coole Fahrten. Kirchentage. Schlafen auf Luftmatratzen in irgendwelchen Schulen, Großstädte kennenlernen, erleben, Zeit mit unendlich vielen Menschen verbringen und die tollsten Menschen überhaupt kennenlernen.
Oder Juleica-Schulungen (Ausbildung zum Jugendgruppenleiter). Bei uns im Kirchenkreis gibt es ein tolles Konzept: die Ausbildung besteht aus mehreren Wochenendseminaren. Mit total tollen und zum Teil ganz unterschiedlichen Leuten völlig verrückte Wochenenden verbringen und dabei auch noch einiges lernen. Eine tolle Zeit, die ich niemals missen möchte.
Dann waren da noch unzählige Freizeiten. Ein oder zwei Wochen mit einem Team das umsetzen, was man viele Monate lang geplant hat. Bei dem Wetter was eben war. Unter den Umständen die man vorfand. Mit den Gruppen wie sie waren. Eine tolle Zeit und jede dieser Freizeit war ein ganz besonderer Trip und niemals gleich.

Ich könnte in diesem Bereich ewig weitermachen, will aber keinesfalls zu ausschweifend werden. Eine Sache bleibt mir aber bis heute in Erinnerung ohne so richtig zu wissen wann es genau war: mein erster und letzter Trip nach Helgoland.
Ein Sommertag. Ein stürmischer Sommertag. Irgendwann Anfang der 2000er. Mit nem Boot auf der sehr rauen Nordsee. Bis heute kann ich mich daran erinnern, dass es mir und vielen anderen gar nicht gut ging. Wir hatten aber trotzdem ne Menge Spaß und einen tollen Tag.

Ein Trip in den Harz

Die spontansten Trips sind irgendwie die besten, zumindest häufig. Vor vielen Jahren hatten wir mit vier Kerlen mal die Idee am Wochenende wegzufahren, weil wir alle nichts vor hatten. Wir entschieden also an einem Donnerstag, dass es in den Harz gehen sollte. Ich hatte gerade ein neues Auto. Das musste eingeweiht werden. Also buchte ich ein Zimmer in einer Jugendherberge und wir machten uns am nächsten Tag auf den Weg. Die erste Pause lies nicht lange auf sich warten. Wir waren vielleicht 5 Kilometer unterwegs.

Wir ließen uns alle Zeit der Welt. Hielten dort an wo wir etwas sahen und waren ungefähr sechs oder sieben Stunden unterwegs (normalerweise fährt man 3,5). In der Jugendherberge bezogen wir unser Zimmer und dann erkundeten wir die Umgebung. Was soll ich sagen!? Wir waren außerhalb der Saison dort und es war nix los 🙂 Aber wir hatten trotzdem eine Menge Spaß.

Am nächsten Tag mussten wir früh raus. Das Zimmer musste geräumt werden und es gab ziemlich früh Frühstück. Wir waren uns aber schnell einig, dass es super war. Es ging quer durch den Harz. Auf eine Sommerrodelbahn, auf irgendwelche Felsen und überall dorthin wo wir Bock drauf hatten. Irgendwann machten wir uns dann auf den Heimweg. Diese Zeit ist bis heute unvergessen.

Ein Trip nach Fehmarn

Ich habe einen sehr guten Freund. Man könnte ihn Fehmarnliebhaber nennen. Ich war als kleines Kind mal dort. Erinnerungen habe ich daran nicht. Der Fehmarnliebhaber hat mir mehrfach ans Herz gelegt endlich mal wieder auf diese wunderbare Insel zu fahren. Jetzt planen wir für diesen Sommer einen Urlaub mit Freunden. Wahrscheinlich zehn Tage Camping auf einem tollen Platz. Mit wenig Stress und viel Erholung.
Den Platz mussten wir aber erstmal finden. Er kennt viele Plätze auf der Insel. Das Internet zeigt auch einiges. Aber reicht das aus? Wir haben uns im letzten Jahr vorgenommen einfach mal nen Tag hinzufahren und zu gucken. Von uns fährt man nicht so lange zur Insel.
Aus dem Vorhaben wurde, dank wunderbarem Wetter, schnell die Idee doch eine Nacht zu bleiben. Gesagt getan. Wir packten ein Auto voll mit vier Leuten, zwei Zelten und gefühlt jeder Menge Kram. Das einzig wirklich geplante war die Kaffeemaschine und das Bier 🙂 Der A6 Avant war trotzdem voll bis obenhin.

Bei bestem Sommerwetter machten wir uns am Samstagmorgen auf den Weg. Es war herrlich. Was soll ich sagen. Ganz entspannt auf die Insel. Zelte aufgeschlagen. Die Insel erkundet. Eine wunderbare Zeit gehabt. Am nächsten Tag ging es zurück – leider. Trotz einer so kurzen Zeit war ich erholt wie nach einer ganzen Woche.
Und ja: die Fahrt über die Brücke legt irgendwie einen Schalter im Kopf um. Danke. Das könnte wohl der beste Trip meines bisherigen Lebens gewesen sein – auf seine ganz eigene Art und Weise.

2 Kommentare zu “Tag 10: Der beste Trip meines Lebens

  1. Die spontanen Trips sind manchmal wirklich die Besten, weil man einfach nur das macht, auf was man Lust hat.

  2. Pingback: Der beste Trip meines Lebens | Daggis Welt – rund um Bücher, Kaiserslautern und die Welt

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