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Nextcloud mit Let’s Encrypt in drei Schritten auf Ubuntu

Nextcloud ist eine freie Software für den Betrieb eines eigenen Servers. Mit dieser Anleitung möchte ich zeigen und festhalten wie man Nextcloud unter Ubuntu in nur drei Schritten installieren kann. 

Ich nutze für die Einrichtung von Nextcloud eine frische Ubuntu 18.04 Installation auf einer Protonet Maya. Geeignet ist hier natürlich auch jedes andere Hardwaresetup mit Ubuntu 18.04. Wer schon einen laufenden Server hat, wird wahrscheinlich eher auf die manuelle Installation setzen. Alle anderen User, besonders nicht so Linux/Konsolen affine, finden hier eine gute und sehr einfache Möglichkeit für die eigene Personal Cloud auf Basis von Nextcloud. 

Schritt 0

Ich zähle ihn nicht mit, weil er nicht zur Installation dazugehört, aber vorher durchaus gemacht werden sollte. Öffnet die Konsole, loggt euch entsprechend ein und macht alle möglichen Updates (sudo apt update).

Schritt 1

Ich nutze für die Installation von Nextcloud auf Ubuntu 18.04 Snaps. Dafür installiere ich im ersten Schritt die Snap Verwaltung mit folgendem Befehl:

sudo apt install snapd

Schritt 2

Nach der erfolgreichen Installation der Snap Verwaltung geht es schon direkt an die Nextcloud Installation. (Achtung: Bei dieser Installationsart darf kein Apache-Webserver auf Port 80 laufen) Das geht tatsächlich mit einem einzigen Befehl:

sudo snap install nextcloud

Wenn die Installation durchgelaufen ist, könnt ihr euren Server über den Browser aufrufen und die Nextcloud Installation abschließen. Gebt die IP im Browser ein und ihr gelangt direkt zur Oberfläche für die weitere Konfiguration. Ihr könnt die Cloud jetzt nach euren Bedürfnissen einrichten – verschlüsselt ist hier aber noch nichts. Darum kümmern wir uns im nächsten Schritt.

Schritt 3

Zur Einfachheit nutzen wir das kostenlose Let’s Encrypt Zertifikat. Dieses ist für 90 Tage gültig und muss dann erneuert werden. In einer weiteren Anleitung werde ich aber noch auf die Automatisierung dieses Verfahrens eingehen. 

Für die SSL Verbindung über eine eigene Domain ist die Einrichtung des DDNS Dienstes und des Routers notwendig. Ich habe dazu in einem anderen Zusammenhang einen Blogbeitrag geschrieben, von dem Schritt 3 und 4 aber grundsätzlich erklären wie es geht. Ist das erledigt, muss der folgende Befehl ausgeführt werden:

sudo nextcloud.enable-https lets-encrypt

Hier müsst ihr noch den Bedingungen zustimmen und einige Daten von euch angeben.

Grundsätzlich ist eure Nextcloud Installation und damit der eigene Server anschließend via https erreichbar (dauert natürlich ein wenig). Es empfiehlt sich natürlich noch weitere Sicherheitsdinge, wie beispielsweise eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Hilfreich? Fragen?

Hat euch die Anleitung geholfen? Gibt es noch Fragen?

4 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Jens sagt:

    Steht mir heut Abend mit meiner Carlita bevor. Leider gibt es wenig Dokumentationen hierzu. Deshalb bin ich beim Googeln hier gelandet. Gruss aus HH, Jens Voss

  2. Jens Voss sagt:

    Danke ! Hat problemlos geklappt. Auf eigenen USB Stick gewechselt und vorbereitet, sowie eigene Platte formatiert und angesteckt. Jetzt noch DynDns und es flutscht. Vielleicht darf ich noch bei Fragen auf dich zukommen, sofern welche auftauchen. Habe mir einen separaten Stick fertig gemacht und auf eigene HDD installiert. War wirklich sehr einfach. Ich tendiere sogar fast dazu Nextcloud zu behalten. Wenn ich auf Soul zurück wechseln möchte kann ich das ja jederzeit, indem ich den Ursprungsstick wieder einsetze, denke ich mal so, oder ?! Die Anschaffung der Carlita hat sich dann auf jeden Fall gelohnt. Habe 400 Euro bezahlt und ein vergleichbarer Server mit der Ausstattung kostet ja deutlich mehr. Und dazu sogar flüsterleise, da Lüfterlos. Weisst Du, ob ich die Platten, die bei Auslieferung verbaut waren mit Nextcloud nutzen kann und im Zweifelsfalle durch den Protonet USB Stick problemlos wieder mit Soul neuinstalliert bekomme, oder sollte ich lieber einen Satz separate HDD‘s für Nextcloud nutzen ?!

    1. Lucas sagt:

      Sehr gut. Klar. Ich helfe so gut ich kann.

      Die Frage zu Soul kann ich dir nicht beantworten. Mit Nextcloud nutzen kannst du sie definitiv, wie und ob du aber zu Soul zurück kannst … da würde ich mal den Protonet Support anfragen.

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